3. Preis
ÜbersichtZur Übersicht
Projekt jetzt teilen

HTL Imst Bautechnik

|

5A HBTHB

Neustadt 21

Team 04 | 5A HBTHB
Paul Steurer, Jakob Batlogg
No items found.

Projekt­beschreibung

Die Ausgangslage
In der Gemeinde Stallehr (Vorarlberg) gibt es mitten im Dorfkern einen, in sonnigster Lage, nicht mehr genutzten Fußballplatz. Dieser soll nun effizient bebaut werden. In unserem Entwurf wurden ein neues Gemeindeamt, ein Nahversorger, ein Co-Workingspace, 18 Wohnungen, eine Tiefgarage, ein Gemeindebauhof und ein neuer Dorfplatz geplant.

Der Baukörper
Um das Gebäude dem gegebenen Dorfbild anzupassen, wurde nicht ein großer und massiver Block errichtet, sondern der Baukörper in drei einzelne Gebäudeteile unterteilt, die mit einer durchgehenden Tiefgarage und einer sich im Norden über die ganze Länge erstreckenden Erschließung miteinander verbunden sind. Dass man dem Baustil der umliegenden Gebäuden gerecht wurde, wurden bewusst Satteldächer gewählt. Somit konnte auch die gewünschte PV-Anlage in die nach Osten und Westen ausgerichtete Dachhaut integriert werden.

Die Tragstruktur
Das Erdgeschoß wurde in einem Holzskelettbau ausgeführt. In den beiden darüberliegenden Obergeschossen erfolgt die Lastabtragung über die Querschotten, die im Holzmassivbau ausgeführt wurden. Die Wände, die gegen Osten und Westen ausgerichtet sind, tragen lediglich sich selbst und wurden als Holzrahmenbau geplant. Die Decken sind aus Brettsperrholz und wurden quer zu den Schotten gespannt. Somit ergeben sich kurze Spannweiten mit maximal 3,75m. Der Bau, der Erschließung und der Tiefgarage erfolgt im Massivbau als Stahlbetonkonstruktion. Die gesamte Tragstruktur zieht sich vom obersten Geschoß bis in die Tiefgarage über eine einfache und klar strukturierte Lastabtragung.

Der Inhalt
Untergebracht wurden im UG eine Tiefgarage mit einer Kapazität von 40 Stellplätzen, im EG ein neues Gemeindeamt, ein Nahversorger, ein Co-Workingspace und ein individuell nutzbarer Dorfplatz. In den zwei darüber liegenden Obergeschossen wurden 18 Wohnungen, in jeder Größe und für jegliche Anforderungen, errichtet.

Die Besonderheit
In allen Obergeschossen wurde bei der Wahl und Platzierung aller Öffnungen, wie etwa Fenster, Türen etc., auf das im Holzbau gängige Rastermaß von 62,5cm zurückgegriffen. Es werden somit alle Arten von Auswechslungen, die zusätzliche Kosten und einen erhöhten Arbeitsaufwand fordern, vermieden. Dazu lassen sich die einzelnen Wohnungen durch geringste Umbauarbeiten auf jede gewünschte Größe anpassen. Somit können in kürzester Zeit, in jedem einzelnen Gebäudetrakt, in verschiedenster Anzahl, 4-Zimmer-, 3-Zimmer- und 2-Zimmerwohnungen, sowie auch ein Jokerzimmer, das flexibel als beispielsweise Startwohnung, Besucherzimmer, Gemeinschaftsbüro oder Gemeinschaftsraum dienen kann, errichtet werden.

Eternit
Die Satteldächer sollen auf Forderung der Gemeinde mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet werden. In unserer Umsetzung haben wir diese Kundenforderung, zugleich mit der Eternit Dacheindeckung „Sunskin-Roof“ realisiert. Um eine bestmögliche Ausnutzung dieser Anlage zu erzielen, wurden die Dächer nach Ost-West ausgerichtet.